Liebes Tagebuch...

Wie schnell die Zeit verging. Noch vor ein paar Monaten befand ich mich mitten in dem Auswahlverfahren für die Ausbildung als Bankkaufmann und nun sind bereits meine ersten Wochen in genau dieser Ausbildung vergangen.
Die Anfangszeit der Ausbildung war für mich sehr aufregend und interessant zugleich. In der Einführungswoche lernte ich sowohl meine Mitazubis, als auch unsere ersten Ausbildungsstationen kennen. Nach der Einführungswoche ging es für mich, als meine erste Station, direkt in die Filiale Grasberg.

Dort wurde ich von Beginn an super in das bereits, bestehende Team aufgenommen. Die Kollegen waren sehr nett und die Kunden zum größtenteils auch. Naja, vielleicht bis auf den einen Kunden, der zu mir sagte: "Wenn du mal Bankdirektor werden willst, musst du aber noch einiges lernen und schneller arbeiten"!!! Diesen Kommentar musste ich mir an meinem zweiten Arbeitstag anhören…
Mittlerweile habe ich mich aber von dem anfänglichen „Schock“ gut erholt. Ich genieße meine Zeit in Grasberg und komme bestens mit dem Kunden zurecht.



So langsam begann der Herbst und für mich heißt es nun - ab in die Schule...
Natürlich ging es nicht in irgendeine Schule, sondern in die BBS (Berufsbildende Schule Osterholz-Scharmbeck). Die Zeit dort verging wie im Fluge. Die Lehrer waren alle ganz o.K. - ´naja, wie Lehrer nun mal halt sind.
Parallel zur Berufsschule hatten wir "innerbetrieblichen" Unterricht. Wir wurden von Kollegen in der Kreissparkasse unterrichtet. So erfuhr ich wie die Theorie in der Praxis umzusetzen ist.
Die Zeit verging wie im Flug und schwups war ich wieder in Grasberg und konnte die Theorie nun live am Kunden "ausprobieren".


Mittlerweile liegt meine Zeit, die ich in der Filiale Grasberg eingesetzt war, hinter mir. Ich kann sagen, dass es für mich ein schöner Anfang meiner Ausbildung war. Als nächste Station steht die Kreissparkasse in Lilienthal für mich auf den Plan. Doch bevor ich meine Ausbildung dort fortsetze, muss ich meinen Berufsschulunterricht überstehen…

Gleich zu beginn des Schulblockes steht unsere Klassenfahrt an. Wir fahren mit unserem Klassenlehrer „KF“ nach Berlin. Die Woche, die wir in Berlin, in einer Jugendherberge, verbringen, ist informativ und auch amüsant. Wir bekommen einiges für die Denk- und sehr viel für die Lachmuskeln geboten. Darauf will ich aber nicht genauer eingehen …grins. Ich kann nur soviel sagen, soviel wie in Berlin, werde ich nie wieder am Stück laufen… Zurück in der Schule geht dann auch gleich wieder der Ernst des Lebens weiter. Ich muss für die Klausuren lernen. Das ist nicht immer die leichteste Aufgabe für mich.


Im Moment arbeite ich in der Kreissparkasse in Lilienthal. Total praktisch, da ich in nur fünf Minuten Entfernung wohne. So kann ich immer mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren.

Die Kollegen in Lilienthal haben mich sehr nett empfangen. Ruck zuck bin ich im Team aufgenommen und gehöre dazu. Das liegt vielleicht auch daran, dass die meisten Kollegen mich seit meiner Kindheit kennen...( ob das immer so gut ist??? …)

Auf jeden Fall lerne ich täglich neue Sachen und Arbeiten. Hier in der Kreissparkasse in Lilienthal darf ich immer mehr Verkaufsgespräche führen. Gar nicht so einfach! Man muss so viel wissen… Im großen und ganzen kriege ich es aber immer hin. Naja, gelegentlich auch mit Unterstützung eines Kollegen.


Eben habe ich noch in Lilienthal gearbeitet und nun bin ich auch schon wieder wo anders eingesetzt.
Aber als Auszubildender soll ich ja auch einen Einblick in möglichst viele Bereiche bekommen. Nun lerne ich die andere Seite der Ausbildung kennen – die Stabsabteilungen. Das sind die Abteilungen, die nicht direkt mit Kunden zusammen arbeiten. Oftmals muss man da viel Sachbearbeitung machen. Mal sehen, wie es wird. Ich arbeite ab sofort in der Auslandsabteilung in unserem Haupthaus in Osterholz-Scharmbeck. Das arbeiten dort ist ganz anders als in Lilienthal oder in Grasberg:

  1. habe ich in der Auslandsabteilung so gut wie keinen Kontakt zu Kunden und 
  2. besteht die Abteilung nicht aus einem Gebäude, sondern aus zwei Zimmern in einem Gebäude ;-)

Aber auch vom Tagesablauf heißt es für mich nun , sich wieder auf Veränderungen einzulassen. Wie zum Beispiel eines Nachmittages, als ich alleine die Stellung im Büro halten sollte und das Telefon klingelt. Ich melde mich beim ersten Versuch mit Kreissparkasse Lilienthal - war halt so Routine aus der Vergangenheit… - aber auch etwas peinlich.
Beim zweiten Versuch des Anrufers gebe ich mich nur mit Kreissparkasse Osterholz zu erkennen …
Als das Telefon ein drittes Mal klingelt, sage ich mir „Aller guten Dinge sind drei!“, nehme den Hörer ab und melde mich nun endlich mit der Auslandsabteilung. Zu meinem Glück kann ich feststellen, dass der Anrufer kein Kunde, sondern eine Kollegin von mir ist, die jedes mal dachte, das sie sich verwählt hat. Das hätte noch richtig peinlich werden können…


Liebes Tagebuch,

gut erholt und gestärkt vom Urlaub, geht die Reise der Ausbildung für mich weiter. Doch wo kann nur der nächste Zwischenstopp für mich sein…?

Na klar, wieder zurück in Lilienthal. Doch diesmal arbeite ich nicht im Erdgeschoß, im Center, sondern in der ersten Etage - im Bereich der Individualkunden, kurz gesagt im Bereich der IKBs.
Dort ist einiges anders als im Center. Die Berater sind für bestimmte Kunden zuständig, die zum Beispiel viel mit Aktien und Wertpapiere arbeiten.
Für mich bedeutet diese Abteilung aber, dass sehr viel Arbeit auf mich zukommt, da ich mich in diesem Thema noch nicht so gut auskenne. Aber durch viel üben und lernen mit den Beratern gelingt mir auch diese schwere Aufgabe.

Wie schnell die Zeit vergeht. Grad erst vor ein paar Wochen in der Abteilung angefangen und schon wieder kurz vor dem Ende. Nun wartet auch schon die Schule wieder auf mich.

Bis bald…

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Start: 03. Juni 2010

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