Das Chinchilla


Das Chinchilla gehört zu den Nagetieren. Seine ursprüngliche Heimat sind die Anden in Südamerika. Dort leben Chinchillas in ca. 5000 m Höhe. Schon seit jeher werden Chinchillas aufgrund ihres weichen Fells gejagt, um daraus warme und weiche Pelzjacken und Mützen herzustellen. Leider ist es den Menschen noch immer nicht bewusst, dass sie die Erhaltung dieser Tierart so stark schädigen. Aus diesem Grund gehört das Chinchilla zur aussterbenden Tierart innerhalb seiner ursprünglichen Heimat.
Zum Glück gibt es aber auch Menschen, die nicht nur Gefallen an dem samtig weichen Fell haben, sondern sich wirklich für das Tier und dessen Verhaltensweisen interessieren.
Chinchilla sind kleine possierliche Tiere, sehr flink, frech und gut in ihren Verhaltensweisen zu beobachten. Bevor du dich aber für ein Chinchilla entscheidest, solltest du dich wirklich sehr genau darüber informieren.

 

 

Standort:  
Das Zuhause für deine Chinchillas solltest du dir gut aussuchen, da sie ja auch einiges an Platz benötigen. Der Standort sollte auf jeden Fall ruhig, nicht zu warm und vor Zugluft geschützt sein. Die ideale Temperatur  für Chinchillas liegt bei etwa 15 ° Celsius.

 

Käfig:
Da Chinchillas viel Platz zum Klettern benötigen, muss auch der Käfig die entsprechende Größe haben. Es gibt zwar in den Zoohandlungen  Chinchillakäfige, doch haben diese meist nicht die optimale Größe und werden den Ansprüchen des Tieres nicht gerecht. Am besten ist es, wenn du für dein Haustier einen Käfig selber baust. Nimm dir für den Bau des Käfigs ruhig Hilfe von einer erwachsenen Person. Der Käfig sollte dabei die Mindestmaße von 120 cm Höhe, 60 cm Tiefe und 100 cm Breite nicht unterschreiten, schließlich hast du dir einen hervorragenden Kletterkünstler als Haustier ausgesucht. Dementsprechend sollten viele Klettermöglichkeiten im Käfig angebracht  werden. Es können sowohl Äste, als auch Sitzplatten zur Verfügung gestellt werden. Auch Höhlen zum Verstecken sind ein Muss in jedem Käfig.
Sollte dein Käfig höher sein als 120 cm, ist es wichtig, darauf zu achten, dass dein Tier nicht von der obersten Etage bis zum Boden springen kann. Trotz ihrer großen Augen, können Chinchillas nicht besonders gut sehen beziehungsweise die Höhe abschätzen. Die Gefahr, dass das Tier von der obersten Etage auf die unterste springt, ist dementsprechend groß und die Gefahr, dass sie sich die Knochen brechen umso größer. Ein weiterer Punkt, der nicht im Käfig fehlen darf, ist die so genannte Sanddusche. Dafür brauchst du eine Schüssel oder Schale, die einen etwas höheren Rand hat. Dann füllst du diese Schale mit speziellem Chinchillasand auf. Wichtig ist, dass  kein Vogelsand verwendet wird, da sonst das weiche Fell verfilzt und das Tier sich ohne vernünftige Fellpflege nicht wohlfühlen wird.

 

Ernährung: 
Da das Chinchilla ja ursprünglich in den Anden lebt, ist es reichhaltiges und nahrhaftes Futter nicht gewohnt. Zusätzlich neigen sie schnell zum Übergewicht. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass du nur spezielles Chinchillafutter oder spezielle Pellets für Chinchillas fütterst und auf fettreiche Kost verzichtest. Auch Leckereien, die es in Hülle und Fülle in den Zoohandlungen zu kaufen gibt, sind für Chinchillas tabu.
Frisches Heu kannst du dafür immer zur Verfügung stellen und es wird deinem Tier nicht schaden. Gelegentlich kannst du deinem Freund auch mal ein kleines Stückchen Karotte oder Gurke anbieten. Frisches Wasser ist auch bei diesem Tier ein absolutes Muss.

Verhalten:  
Was vorab erwähnt werden muss ist, dass Chinchillas nachtaktive Tiere sind. Es wurde aber auch schon berichtet, dass sich die Tiere dem Verhalten ihrer Halter anpassen können. Eine Garantie gibt es dafür jedoch nicht und man sollte eher davon ausgehen, dass die Tiere wie in der Natur während der Dämmerung und abends aktiv werden. Sind sie einmal aktiv, klettern sie für ihr Leben gerne. Auch springen sie gerne und das obwohl sie noch nicht einmal Krallen besitzen. Das alles machen sie natürlich lieber mit einem Partner und noch besser wäre eine ganze Gruppe von Chinchillas. Aus diesem Grund sollten mindestens zwei Tiere gehalten werden. Alleine wären sie unglücklich und das kann so weit führen, dass sie sich das Fell herausrupfen. Zudem ist es nicht artgerecht, ein Chinchilla alleine zu halten.

Während der Ruhephasen ziehen sie sich dann in ihre Höhlen zurück und lassen die Seele baumeln. Wenn sie tagsüber schlafen, ist es wichtig, dass sie durch laute Geräusche nicht gestört oder gar erschreckt werden. Deshalb ist es wirklich wichtig, dass sie an einem ruhigen Ort stehen.Auch die Fellpflege ist eines der regelmäßigeren Aktivitäten, denen das Tier nachgeht. Du wirst beobachten können, dass sie sich ganz wild in ihrer Sandschale wälzen. Gewährst du deinem Chinchilla Auslauf, so solltest du damit rechnen, dass es deine Möbel annagen wird, denn das tut es mit großer Freude. Bei ungewohntem Verhalten, wie Zurückziehen, Verweigern des Futters und Ähnlichem, solltest du schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen. Ansonsten kann das Chinchilla zwischen 15 und 20 Jahren alt werden und du wirst bei artgerechter Haltung auch viel Freude mit dem Tier haben.

Buch-Tipp:

Tagebuch eines Vampirs 5: Rückkehr bei Nacht

Kino-Tipp: StreetDance (in 3D)

Start: 03. Juni 2010

Musik-Tipp:

Ohren auf !

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