Der Wellensittich

Der Wellensittich, liebevoll auch Welli genannt, kommt ursprünglich aus Australien. In der Natur lebt der Wellensittich in großen Schwärmen, die bis zu 2000 Tiere umfassn. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass du mindestens zwei Tiere hältst, denn ohne einen Partner oder Freund fühlt er sich einsam und alleine.
Neben den zu pflegenden sozialen Kontakten, verbringen diese Tiere die meiste Zeit mit der Suche nach Wasser und Futter. Da sie ja ursprünglich vom Kontinent Australien kommen und dort in den Wüstengebieten leben, sind sie starke Temperaturschwankungen gewohnt. Dort fallen die Temperaturen nachts auf etwa 0° C und bei Tag erreicht das Thermometer bis zu 40 ° C. Obwohl der Wellensittich in freier Natur diese Temperaturschwankungen gewohnt ist, ist es ratsam, deinen kleinen Freund im Sommer nicht in der prallen Sonne stehen zu lassen. Die meisten Wellensittiche, die du in handelsüblichen Tierhandlungen kaufen kannst, stammen aus deutscher Aufzucht und kennen diese Lebensbedingungen, wie es ihre Verwandten tun, gar nicht.

Standort:
Der richtige Standort für deinen Wellensittich sollte hell, freundlich und vor Zugluft geschützt sein. Steht dein Welli auf Augenhöhe, hat er die Möglichkeit, sich einen Überblick von seiner Umgebung zu verschaffen und fühlt sich gleich viel wohler in seiner neuen Umgebung. Räume wie die Küche sind für einen Wellensittich gänzlich ungeeignet, da viel zu viele Dämpfe durch das Kochen auf den Vogel einwirken. Ebenfalls ungeeignet sind Plätze direkt neben Elektrogeräten, da die Tiere Frequenzen wahrnehmen, die wir als Menschen gar nicht hören können.

Käfig:
Um deinem Wellensittich ein optimales Zuhause bieten zu können, solltest du bei der Größe des Käfigs nicht geizen. Die Mindestgröße für ein Vogelpaar beträgt 70 cm Länge, 40 cm Breite und 50 cm Höhe. Schön ist es auch, wenn die Gitterstäbe des Käfigs waagerecht verlaufen. Diese bieten dem Wellensittich optimalen Halt beim Klettern und das macht er ja bekanntlich liebend gerne.

Ernährung:
Das Hauptfutter eines Wellensittichs besteht aus Sämereien. Diese bestehen aus verschiedenen Hirse- und Haferkörnern.
Um den Vitaminbedarf des Tieres decken zu können, benötigt er regelmäßig Frischfutter. Das kann in Form von Obst oder Gemüse angereicht werden. Auch der Mineralienbedarf des Tieres sollte gedeckt werden. Das kannst du am besten, indem du im Käfig des Tieres eine Sepiaschale anbringst oder einen Kalkstein befestigst.
Zu Trinken bekommt der Welli täglich frisches Leitungswasser. Ein Abkochen des Wassers ist nicht nötig, da dadurch die enthaltenden Nährstoffe abgekocht werden und diese ja dem Vogel zugute kommen.

Verhalten:
Wie schon zu Anfang erwähnt ist der Wellensittich ein Tier, das sich erst in einer Gruppe wohl fühlt. Auch in seiner neuen Familie möchte das Tier integriert werden. Es wäre fatal, wenn das Tier in einer Ecke steht und am Familienleben nicht teilnehmen kann.
Hat er sich jedoch in sein neues Zuhause eingelebt und ist von der Familie integriert worden, wirst du feststellen, dass dein Wellensittich durch seine Körpersprache viel Ausdruck zeigt. Verbringt  der Vogel viel Zeit mit der Körperpflege und plustert sein Gefieder leicht auf, so ist das ein Zeichen, dass er sich wohl fühlt. Auch das Singen und das ausgiebige Putzen des Partners lassen erkennen, dass sich die Tiere wohl fühlen.  
Ein typisches Krankheitszeichen ist, wenn das Tier ruhig, teilnahmslos und häufig stark aufgeplustert auf der Stange sitzt. Auch das ausfallende Fressen lässt darauf deuten, dass mit deinem Welli etwas nicht stimmt. In diesem Fall ist es immer besser, wenn du dich an einen Tierarzt wendest und die von dir beobachteten Verhaltensweisen schilderst.  
Zu erwähnen wäre noch, dass der Wellensittich ein ausgeprägtes Knabberverhalten hat. Ob Möbelstücke, Tapeten oder auch mal deine Nase. Er knabbert unheimlich gerne und man darf es ihm gar nicht böse nehmen. Damit die Möbel und Tapeten weitestgehend geschont bleiben, empfiehlt es sich, frische Äste im Käfig anzubringen. So kann er seine Herzenslust an den Ästen auslassen. Aber Vorsicht! Nicht alle Äste sind für Tiere ungiftig. Vergewissere dich lieber noch mal in einem Fachbuch, bevor du die Äste im Käfig anbringst und dein kleiner Freund sich daran zu schaffen macht.



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