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Quelle: www.kidsundkohle.de |
Das Handy als Schuldenfalle?
Mal ehrlich - wer hat heutzutage kein Handy? Ständig piept es irgendwo. Wenn man mit der Bahn fährt, beim Bäcker, ja sogar im Restaurant.
Meist bekommt man sein erstes Handy zum Geburtstag oder zu Weihnachten geschenkt.
Wusstest du, dass viele 12- und 13-Jährigen sogar schon Handy süchtig sind? Die böse Überraschung kommt häufig erst mit der Rechnung des Telefonanbieters.
Aber wie kommt das?
Die meisten Kosten entstehen durch das Herunterladen von Bildmitteilungen, Logos und Klingeltönen. Selbst die relativ günstigen Nachrichten per SMS können die Rechnung in die Höhe schnellen lassen Es ist natürlich ein MUSS den neusten Klingelton vom angesagtesten Sänger zu haben. Denn die Freunde finden ihn auch cool. Und was sind schon im Durchschnitt 4 Euro? Nur kommen jeden Tag viele neue "Ringtones" und "Wallpapers" auf den Markt.
Die Werbefachleute haben sich auch auf die junge Generation eingestellt. Schau dir mal die Werbung in den Zeitungen oder auch im Fernsehen an. Diese ist bunt und laut und wird in Jugendzeitschriften oder auf Fernsehsendern für das junge Publikum gezeigt.
Aber wie komme ich aus der Schuldenfalle heraus bzw. erst gar nicht hinein?
Damit das Taschengeld trotz Mobiltelefonierens reicht und du nicht in die Schuldenfalle tappst, können einige einfache Tipps helfen. Es ist sinnvoll, in Ruhe einige Vergleichsangebote verschiedener Anbieter einzuholen, bevor du dich endgültig für ein Kartenhandy oder einen Festvertrag entscheidest.
Prepaid oder Vertrag?
Prepaid-Karte
Der Vorteil der Prepaid-Karte liegt eindeutig in der einfachen Kostenkontrolle: Die Karte wird einmalig bezahlt und das Guthaben abtelefoniert. Ist dein Guthaben aufgebraucht, kannst du dein Handy bei uns an den Geldautomaten wieder aufladen. Selbst wenn kein Guthaben mehr auf deiner Karte vorhanden ist, bleibst du weiterhin erreichbar. Du kannst nur vorübergehend selbst niemanden anrufen. Der Nachteil des Prepaid-Handys: Die Gesprächsgebühren sind in der Regel höher als beim Festvertrag, zudem musst du das Telefon auf eigene Kosten anschaffen.
Vertragshandy
Ein Vertragshandy dagegen bietet dir günstigere Tarife, die monatliche Grundgebühr beinhaltet zum Teil Freieinheiten für Telefonate oder SMS. Der Kaufpreis des Handy´s ist meist erheblich niedriger als der reguläre Ladenpreis. Zu beachten ist aber die monatliche Grundgebühr, die bei einer Vertragslaufzeit von zwei Jahren den Neupreis eines günstigen Handys weit übersteigen kann.
Ist das Mobiltelefon ausschließlich für Notfälle gedacht, ist ein Prepaid-Handy in jedem Fall günstiger. Auch für die, die schlecht mit Geld umgehen können, ist dies die sichere Variante.
Kauftipps für dein Handy:
Schutz
Die wichtigsten Anforderungen: Das Handy muss stabil und einfach zu bedienen sein. Gerade die heiß begehrten Design-Modelle bekommen leicht Kratzer und geben bei einem Sturz leicht den Geist auf. Du kannst dich dennoch für ein schickes Modell entscheiden, solltest dann aber auch eine Schutzhülle für dein Handy kaufen. Diese ist bereits ab 10 Euro erhältlich.
Ausdauer
Ärgerlich, wenn dein Handy im entscheidenden Moment schlapp macht. Du solltest etwa drei Stunden oder mehr mit deinem Handy telefonieren können, bevor der Akku schlapp macht.
Als Faustregel gilt: Je mehr Multimedia-Funktionen wie MP3-Player oder Kamera ein Handy bietet, desto schneller geht ihm die Puste aus.
Bedienung
Dein erstes Handy muss kein Top-Modell mit tief verzweigten Menüstrukturen sein. Besser ist ein Einsteiger-Handy, das sich problemlos bedienen lässt. Im Übrigen bieten selbst einfachste Handys heutzutage Kameras und/oder Musik-Player – auf Fotos und Sound musst du also auch nicht verzichten.
Schlauer telefonieren:
• Telefonieren vom Handy ist immer teurer als aus dem Festnetz. Also: Nicht lange über den tollen Typen aus der Parallelklasse reden, sondern sich lieber schnell im Eiscafé verabreden und dort weiterschwatzen.
• Auch der Anruf bei deiner Mailbox kostet Geld. Überlege dir, ob du sie tatsächlich brauchst oder nicht sowieso meistens per SMS mit deinen Freunden kommunizierst.
• Über lange Gespräche vom Festnetz zum Handy deines Freundes freuen sich deine Eltern gar nicht. Nutze in diesem Fall die günstigeren Vorwahlen, die regelmäßig in den Tageszeitungen veröffentlicht werden.
• Du bist im Urlaub und deine beste Freundin nicht dabei? Telefonieren aus dem Ausland ist extrem teuer. Ruft deine Freundin dich im Urlaub auf deinem Handy an, zahlst du die Auslandsgebühren – das war´s dann mit der Freundschaft…
• Surfen im Internet per Handy ist viel teurer als am PC. Also: Finger weg!


